Ist mein Papagei krank? – Gesundheitszustand eines Papageis beurteilen

Ist mein Papagei krank? – Wie lässt sich der Gesundheitszustand am besten beurteilen?

In manchen Situationen ist es von Vorteil, wenn man den Gesundheitszustand eines Papageis z.B. bei einem Kauf oder dem Verdacht auf Krankheit beurteilen kann, oder auch wenn der eigene Papagei krank ist. In diesem Artikel gebe ich dir Tipps und zeige dir auf, worauf du dabei achten musst.

Einen Gesamteindruck verschaffen

Wenn du dir einen Papagei kaufst, solltest du zuerst den Gesamtzustand analysieren. Dazu gehört die Beurteilung des Käfigs oder der Voliere, der Futternäpfe und auch des Futters. Hauptaugenmerk dabei liegt auf der Hygiene des Käfigs und der Abwechslung des Futters. Wie ausgewogene Ernährung eines Papageis auszusehen hat kannst du auch in meinem Artikel über Papageienfutter nachlesen. Dadurch kriegt man meist schon ein Gefühl davon, ob der Papagei krank ist.

Ist mein Papagei krank? - Gesundheitszustand eines Papageis beurteilen

Es gibt einige Faktoren, an denen man einen gesunden Papagei erkennt

Verhalten des Papageis prüfen

Besuche den Papagei zu mehreren Tageszeiten, da er auch einen Tagesrythmus besitzt.

Tipp: Wenn du ihn mit genug Abstand beobachtest, wird er nicht so sehr auf dich aufmerksam und ändert sein Verhalten nicht.

Gesunde Papageien sitzen mit angelegten Gefieder auf der Stange und sind sehr aufmerksam gegenüber ihrer Umgebung. Plustert sich der Vogel allerdings oft auf, steckt seinen Kopf ins Nackengefieder und wirkt teilnahmslos, ist das kein gutes Zeichen.
Du solltest auch noch prüfen, ob der Papagei sichtbar schwer atmet oder seine Nasenlöcher oder Augen verklebt sind.
Ein weiteres Anzeichen für einen kranken Vogel ist verunreinigtes Steißgefieder durch Kotreste. Der Kot selbst sollte auch geformt sein und aus zwei Teilen bestehen, einem weißen und einem grünem Anteil. Jedoch kann es auch sein, dass wenn ein Papagei sehr aufgeregt ist oder viel Obst ist, sein Kot etwas wässriger ist.

Papagei näher analysieren

Du solltest dir den Papagei auch mal von der Nähe ansehen und in die Hand nehmen. Dabei kannst du versuchen das Brustbein abzutasten. Ist es kaum tastbar und lässt sich die Brustmuskulatur deutlich fühlen, handelt es sich um ein gesundes Tier. Steht das Brustbein spitzt hervor sind die Brustmuskeln meist atrophiert.
Fehlen dem Tier Federn, oder sind kahle Stellen zu sehen, kann dies ein Zeichen für eine Verhaltensstörung sein. Erscheint der Papagei sehr nervös oder beißt er sich die Haut blutig ist er höchstwahrscheinlich psychisch geschädigt. Von der Haltung eines psychisch gestörter Papageien ist dringend abzuraten!

Alter des Papageis beurteilen

An einer dunkel gefärbten Iris kann man junge Papageien sehr gut erkennen. Sie verfärbt sich erst nach ca. einem Jahr. Das Gefieder ist bei ihm matt, etwas blass und auch noch nicht abgegrenzt. Seine Haut an den Füßen und auch sein Schnabel sind meistens ganz glatt.

Bei älteren Tieren ist die Iris bereits verfärbt, die Schnabeloberfläche und auch die Haut an den Füßen sind sehr unregelmäßig und rau und das Gefieder ist stark abgegrenzt und gefärbt.

Geschlecht des Papageis beurteilen

Von den meisten Papageienarten kann man das Geschlecht nicht einfach von außen beurteilen, in dem man ihnen „unter den Rock“ schaut.

Es gibt aber Methoden, wie die „Endoskopie“ beim Tierarzt oder auch die „Federanalyse“ mithilfe der Schwanz- oder Schwungfeder, welche dabei analysiert wird. Viele Labore aus z.B. Papageienzeitschriften führen diese Analyse durch. Eine weitere Möglichkeit um das Geschlecht zu bestimmen, ist noch die „Blutanalyse“.

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